FORUM – Epilepsie und Arbeit

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75 Gedanken zu „FORUM – Epilepsie und Arbeit

  • 18. November 2020 um 13:48
    Permalink

    Hallo zusammen!
    Ich bin 30 Jahre alt und arbeite in einem Büro, muss aber manchmal auch Dienstfahrten (mit den Öffis) erledigen.
    Vor ein paar Jahren hatte ich eine Gehirnentzündung und seither leide ich an Epilepsie. Das bedeutet in meinem Fall trotz der Meds ca. 1 Anfall pro Monat, bei dem ich für ein paar Minuten das Bewusstsein verliere. Allerdings spüre ich es etwa 20 Sekunden vorher, wodurch ich mich in „Sicherheit“ bringen kann.
    Ich bin immer offen mit dem Thema umgegangen und es war bisher nie ein Problem. Mir ist aber auch klar, dass ich ohne die Anfälle ein größeres Leistungsspektrum, mehr Flexibilität und einen höheren Wert für meinen Arbeitgeber hätte.
    Jetzt werden von mir plötzlich ein „Gespräch“ und ein „Medizinisches Attest“ verlangt. Da sollen aus ärztlicher Sicht Tätigkeiten angeführt ein, die ich nicht machen kann/darf. Mein Arbeitgeber will sich vermutlich nur absichern, falls mir etwas zustoßen sollte, also eine Haftungssache. Vielleicht geht es aber auch um mehr.
    Ich bin ratlos, weil ich nicht weiß, wie ich mich vorbereite. Wie ist die Rechtslage? Was muss ich tatsächlich vorweisen? Hat jemand Erfahrungen? Ich kann, auch weil es dringend ist, nicht 100 Seiten Gesetzestext lesen. An wen kann ich mich wenden?
    Ganz liebe Grüße
    Johannes

    Antwort
  • 23. September 2020 um 3:07
    Permalink

    Guten Abend, ich bin 30 Jahre alt und bin zuvor in Sachen Epilepsie noch nie auffällig gewesen.

    Anfang des Jahres hatte ich mich bei einem Unfall auf der Arbeit verletzt und hatte wegen dem Ereignis meinen Oberarm und sieben verschiedene Knochen an der Wirbelsäule gebrochen. Ich war gerade dabei, die elektronischen Geräte vom Kunden mit meinem Messgerät zu überprüfen. Weil ich mich an den Unfallhergang nicht erinnern kann und es keine Zeugen vor Ort gab, hat sich die Berufsgenossenschaft entschieden, dies als epileptischen Anfall zu bewerten.

    Weder in den ganzen CT und MRT Befunde, noch in den zwei Formen der EEG Test wurden irgendwelche Anzeichen zu eine Epilepsie gefunden. Die Neurologen, die ich danach besucht habe, wollten sich zu dieser Sache zwischen BG und mir nicht mal einmischen und behilflich sein. Dass es nicht möglich ist, trotzdem eine Epilepsie auszuschließen ist mir bewusst, weshalb ich den Ärzten keine Vorwürfe machen will.

    Doch der Knackpunkt hier dabei ist, dass ich eine Erinnerungslücke von 45 Minuten habe. Ich kann laut meinem Messprotokoll aber nachweisen, dass ich in den 45 Minuten durchgearbeitet habe. (Das Messprotokoll wird durch meinen Eingaben erstellt und nach dem Prüfen, speichert das Messgerät die Uhrzeit der jeweiligen Geräte, die ich ebenfalls selbst geprüft habe).

    Der letzte Neurolog, den ich besucht habe, hatte mir nebenbei erwähnt, es wäre kein typisches Syndrom, dass die Ereignisse vor so einem Anfall im Vergessenheit geraten. Oder, dass ich während eines Anfalls, 45 Minuten lang einfach so weiterarbeiten kann.

    Deshalb möchte ich Sie fragen, ob mir in dieser Hinsicht nähere Informationen geben könnten?

    Über eine Rückmeldung würde ich mich sehr freuen.

    Gruß Ibrahim

    Antwort

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