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Bonner Forscher entdecken Epilepsie-Gen Druckansicht öffnen
Bonner Epileptologen haben zum ersten Mal ein Gen identifiziert, das bei einer so genannten idiopathischen Epilepsie eine Rolle spielt.
Mutation führt zur Übererregbarkeit der Nervenzellen
Verantwortlich ist ein Gen namens CLCN2, dessen Defekt zu fehlerhaften chemischen Mechanismen im Gehirn führt. In der Folge kommt es zu einer Übererregbarkeit der Nervenzellen.
CLCN2 ist ein Gen für den Chlorid-Kanal. Eine Mutation erhöht die Chlorid-Konzentration in den Nervenzellen. Dies wirkt sich auf den Botenstoff Gamma-Amino-Buttersäure (GABA) aus.
Normalerweise macht GABA die Nervenzellen schwerer erregbar.
Im Fall eines Gen-Defektes von CLCN2 allerdings, kann es die gewünschte Wirkung nicht mehr entfalten. Elektrische Impulse zwischen den Nervenzellen können sich dann unkontrolliert ausbreiten.
Die Epileptologen können durch die Kenntnis der für eine Epilepsie verantwortlichen Gene zwar die Krankheit nicht von vorn herein verhindern. Mitunter ist es aber möglich, gezielter wirkende Medikamente zu entwickeln. 
Weltweit leiden etwa 70 Mio. Menschen an einer idiopathischen Epilepsie.
Die Symptome sind sehr unterschiedlich.
Sie reichen von sekundenlanger Bewusstlosigkeit über Zuckungen der Arme oder Beine bis hin zu schweren Krampfanfällen.


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