FORUM – Epilepsie und Führerschein

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20 Gedanken zu „FORUM – Epilepsie und Führerschein

  • 7. Mai 2016 um 21:20
    Permalink

    Hallo ich bin neu hier 🙂
    Ich bin jetzt schon 7 Monate Anfallsfrei (solange habe ich noch nie geschafft). Ich bin jetzt 26 und in der Pubertät wurde die Epilepsie sichtbar meistens nur mit kleinen Anfällen wie (Absancen, myoklonische Anfälle), jedoch so ca einmal im halben Jahr habe ich auch einen Grand Mal Anfall.
    Der Neurologe meinte wenns weiter so gut läuft kann ich im Sommer mit dem Führerscheinkurs beginnen.
    Meine Frage ist jetzt, wie verläuft der die Untersuchung beim Amtsarzt. Kann dir dieser auch noch Steine in den Weg legen? Auch wenn der Neurologe sein OK gab. Ich habe ziemlichen Bammel davor.
    Danke
    Lg Simone

    Antwort
    • 8. Mai 2016 um 20:22
      Permalink

      Sehr geehrte Simone!

      Wegen der Fahrtauglichkeitsuntersuchung müssen Sie sich keine weiteren Sorgen machen, wenn Sie Ihre Epilepsie verheimlichen. Das ist völlig legal.

      Ihr Neurologe unterliegt der Schweigepflicht, an welche er sich zu halten hat. Beendet Ihr behandelnder und Ihr beurteilender Neurologe das Fahrverbot, so suchen Sie einen Arbeitsmediziner auf wegen der Tauglichkeitsuntersuchung. Diese müssen Sie selbst bezahlen und da der untersuchende Arbeitsmediziner keine Versicherungskarte auslesen darf, da Krankenkassen solche Untersuchungen nicht bezahlen, kann dieser so auch an keinerlei Daten von Ihnen gelangen.

      Aus dem Inhalt Ihres Kommentares schließe ich, dass Sie bis heute in Ihrem Leben noch nie einen Führerschein besaßen. Entschuldigen Sie bitte meine Vermutung, aber aufgrund des von mir vermuteten Umstandes sind Sie vermutlich bei keinerlei Behörde als Epilepsiebetroffene registriert.

      Dies soll auch weiterhin so bleiben.

      Selbstanzeigepflicht gegenüber Behörden existiert nicht. An Fahrkarenzauflagen der Neurologen sollte sich aus versicherungstechnischen Gründen gehalten werden. Beendet Ihr beurteilender Neurologe wie gesagt das Fahrverbot, so genießen sie auch wieder vollen Versicherungsschutz.

      Um auf Nummer Sicher zu gehen können Sie einen Fachanwalt für Verkehrs- und Medizinrecht aufsuchen, dieser Unterliegt ebenso der Schweigepflicht.

      Sollten Sie weitere Fragen haben, stellen Sie diese bitte, ich versuche alles umgehend zu beantworten, da ich täglich von 21.00-22.00 Uhr in diesem Forum bin.

      Für Ihre Führerscheinprüfung viel Erfolg und Gute Fahrt.

      Gruß aus Deutschland Heini 88

      Antwort
    • 9. Mai 2016 um 17:21
      Permalink

      Hallo Simone,
      wenn Du aus Österreich bist bitte schau auf die Homepage von Dr. Erwin Buchinger. Und sonst erkundige dich beim Bundessozialministerium in Österreich oder Deutschland.

      Gruß

      Barbara

      Antwort
    • 9. Mai 2016 um 21:21
      Permalink

      Sehr geehrte Simone!

      Unter dem Suchbegriff
      Leitlinien für gesundheitliche Eignung von Kraftfahrzeuglenkern

      finden Sie die gesetzlichen Richtlinien für Fahrtauglichkeitskriterien von Österreich. Nur diese Richtlinien haben in Österreich Rechtsbestand.

      Bitte meiden Sie in Ihrem eigenen Interesse staatliche Einrichtungen, Verbände und Stiftungen. Diese haben so gut wie noch nie real geholfen.

      Bitte unterschreiben Sie niemals Schweigepflichtsentbindungen. Institutionen und Behörden können so mit Ihren Daten machen was diese wollen.

      Verschweigen Sie gegenüber Behörden Ihre Epilepsie. Dies ist völlig legal, solange Sie sich an die gesetzlichen Auflagen Ihrer Neurologen halten.

      Zu Ihrer persönlichen Beruhigung:
      Bei Fahrtauglichkeitsuntersuchungen eines Arbeitsmediziners wird kein EEG, EKG oder Ähnliches vollzogen. Führerscheininhaber und Bewerber der Gruppe 2 müssen lediglich eine Urinprobe abgeben und einen diastolischen Blutdruck von unter 100 aufweisen.
      Beispiel: 180 zu 95 sieht nicht schön aus, ist aber noch zulässig.

      Für Führerscheininhaber der Gruppe 1 ist ein diastolischer Blutdruck von unter 130 aufzuweisen.
      Beispiel: 190 zu 115 sieht nicht schön aus, ist aber für Gruppe 1 noch zulässig.

      Ein Sehtest ist ebenso erforderlich.

      Merken Sie sich Ihren Blutdruck, welcher im Formular angegeben wird.

      Erklärt Ihr Arbeitsmediziner Sie für fahrtauglich, so bekommen Sie dies gleich schriftlich als Attest ausgehändigt. Dieses Attest geben Sie bei Ihrer Führerscheinstelle ab. Diese fordert dann den sauberen Fragebogen bei Ihrem Arbeitsmediziner an, prüft die angegebenen Werte und Ihrem Führerschein steht nichts mehr im Wege.

      Sollten Sie weitere Fragen haben, stellen Sie diese bitte, erkundigen Sie sich im Vorfeld über alles genau und tätigen Sie nichts überstürzt.

      Alles Gute und Viel Erfolg

      Gruß aus Deutschland Heini 88

      Antwort
    • 12. Mai 2016 um 14:20
      Permalink

      Dankeschön für die vielen hilfreichen Antworten.

      Antwort
  • 26. Januar 2016 um 16:13
    Permalink

    Zufällig stieß ich auf eine Statistik aus den USA aus dem Zeitraum 1995-97 in welcher Folgendes angegeben wird:

    68% aller Unfalltoten sind die Fahrer selbst

    86 von 44027 Unfällen entstanden durch epileptische Anfälle am Steuer das sind 0,19%

    Unfallursachen durch kardiovaskuläre Erkrankungen und Hypertonie betragen 4%

    Die Altersgruppe unter 25 beträgt 24% aller Unfälle

    Diabetis mellitius 0,3% aller Unfälle

    Alkohol 30% aller Unfälle

    Anfälle (Kreislauf, Schwächeanfall, Schwindel)
    0,2%

    Übrige Ursachen 41%

    Betrachtet man die nur tödlichen Unfälle aus medizinischen Gründen so kommt man bei Anfällen auf 4%, bei kardiovaskulären Erkrankungen auf 89%, bei Diabetis mellitius auf 7%, und bei Alkohol auf 72,4%.

    Erhöhte Sterbewahrscheinlichkeit ergibt sich aus dieser Statistik für Epilepsiepatienten durch folgende Faktoren:

    Gehirntumore 3,7
    Sturz 1,2
    Ertrinken 4,3
    Ersticken 3,6

    Das Risiko durch einen selbst verursachten Unfall aufgrund eines epileptischen Anfalles zu sterben liegt nur bei 0,2.

    Gruß aus Deutschland Heini 88

    Antwort
  • 31. Dezember 2015 um 16:12
    Permalink

    Heini 88 wünscht allen Epilepsiepatienten, Betroffenen, Beteiligten sowie deren Angehörigen und allen Forumsteilnehmer für 2016 lebenslange Anfalls und Symptomfreiheit und alles Glück der Welt.

    Es grüßt Euch aus Deutschland euer Heini 88

    Antwort
  • 30. November 2015 um 10:11
    Permalink

    Ausführliche Internetseite für Fahrtauglichkeitskriterien in Österreich unter dem Suchbegriff:

    Leitlinien für die gesundheitliche Eignung von Kraftfahrzeuglenkern

    Fahrtauglichkeitskriterien in Deutschland unter dem Suchbegriff:

    Fahrtauglichkeit BAST
    Bundesamt für Straßenwesen

    Auf diesen Seiten findet man auch Informationen über die verkehrsrechtlichen Situationen von Herzattacken, Schlaganfällen, Narkolepsie und und und.

    Fazit:
    Die allgemeinen Auflagen zum Führen von Fahrzeugen sind auf der österreichischen Seite detaillierter beschrieben als in den Richtlinien der deutschen Seite BAST. Mit zehn Jahren maximaler Fahrkarenz für Gruppe 2 sind österreichische Auflagen in diesem Punkt strenger, da in Deutschland die längste Fahrkarenz für diese Gruppe lediglich fünf Jahre beträgt. Jedoch sind deutsche und österreichische Auflagen ungefähr identisch.

    Fahrkarenzen der Schweiz sind erheblich weicher für Gruppe 1, da die Mindestkarenz in leichten Fällen nur zwei Monate beträgt.
    Für die Gruppe 2 sind diese jedoch erheblich strenger, da bereits nach einem provozierten Gelegenheitsanfall eine minimale Fahrkarenz von fünf Jahren und bei erneutem Auftreten ein eventuell lebenslanger Ausschluss betroffener für diese Gruppe besteht.

    In anderen Ländern existieren zum Teil noch strenger Auflagen, welche von mir weiter ausführlich recherchiert werden.

    Antwort
  • 24. März 2015 um 17:19
    Permalink

    Hallo Leute
    ich möchte gerne ein Treffen zum Gedankenaustausch organisieren. Ich würde mich freuen wenn sich einige melden würden

    haidegger.handycapsport@aon.at
    Handy:0664/6344905

    Gruß Barbara

    Antwort
    • 20. Februar 2016 um 20:19
      Permalink

      Hallo Barbara

      Ich bin neu in diesem Forum, habe einige Beiträge einiger Teilnehmer gelesen, welche sehr interessant sind. An einem Treffen zum Gedankenaustausch hätte auch ich Interesse.
      Nun willst Du diese Veranstaltung nach meinen Informationen in Innsbruck abhalten. Dies ist von Schweinfurth aus sehr weit. Einige Forumsteilnehmer welche vermutlich aus Deutschland kommen haben Dich gebeten, Dich zu äußern worauf Du dabei hinaus willst. Diese Frage ist berechtigt, da diese eine weite Anreise haben.

      Liebe Grüße aus Schweinfurth Olga 1990

      Antwort
      • 21. Februar 2016 um 18:20
        Permalink

        Hallo Olga 1990
        bitte schicke mir einfach eine E – Mail.

        Lg. Barbara

        Antwort

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