Fieberkrämpfe – wie gefährlich sind sie?

Zuckende Gliedmaßen und Bewusstlosigkeit sind Symptome von Fieberkrämpfen bei Kindern.  Sie sind für Eltern erschreckend, aber nicht so schlimm wie sie aussehen.

Wann treten diese Symptome auf?
Es handelt sich – einfach ausgedrückt – um eine Reaktion des noch unreifen kindlichen Gehirns auf Fieber mit einem Krampfanfall. Ein plötzlicher Temperaturanstieg, etwa bei einer Infektion, führt zu einer Steigerung der Erregbarkeit von Nervenzellen und dies kann zu einem Krampfanfall werden. Es ist auch zu beachten, dass bei Kleinkindern Fieber schneller ansteigt als bei Erwachsenen.

Ist es eine gefährliche Situation?
Nein. Fieberkrämpfe sind nicht gefährlich.
In den allermeisten Fällen handelt es sich um einige wenige Episoden zwischen dem 2. und 4. Lebensjahr, die keinerlei Schäden hinterlassen.
In ganz wenigen Fällen können sie jedoch Anzeichen für eine Epilepsie sein.
Etwas öfter findet man sie in Familien mit Epilepsie.
Deshalb sollte man nach jedem Fieberkrampf einen Kinderneurologen aufsuchen.
Leidet das Kind unter Epilepsie, so kann man dies mittels eines EEG’s feststellen.

Was tun – akut und vorbeugend?
Wenn ein Fieberkrampf akut auftritt, sollte man versuchen das Fieber zu senken, zu warme Kleidung ausziehen und – wenn vorhanden – ein fiebersenkendes Zäpfchen geben.
Den ersten Fieberkrampf kann kein Arzt vorhersehen.
Doch nach einem ersten kann es auch zu weiteren Fieberkrämpfen kommen.
Dagegen kann man dann etwas tun.
Nach Konsultierung eines Kinderarztes sollte man versuchen, bei neuerlichem fieberhaften Infekt einen Temperaturanstieg auf über 38,5 Grad zu verhindern.
Man sollte danach trachten, vom Arzt verschriebene Fieberzäpfchen bereit zu halten (Lagerungshinweise beachten).
Kommt es dennoch zu einem Fieberkrampf, sollte man dem Kind das Fieberzäpfchen rektal verabreichen.

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